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 Was ist Digitale Kunst?
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Seite: von 7

fluuu


Deutschland
26 Beiträge

Erstellt  am: 19.07.2006 :  19:45:49   Profil anzeigen  Autor eine Email senden  Besuche fluuu's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: keas

...Damit Fraktale jemanden ins Philosophische (das Un-Endliche) ziehen können, müssen sie entweder für den Nicht-Mathematiker als Bild reell vorliegen und können dann Kunst sein, oder sind, für den Mathematiker, Anstoss zum philosophischen Denken und Gedanken sind keine Kunst—siehe oben. Wie, um alles in der Welt, kannst Du die Formel der quadratischen Iteration: x(n+1) = x(n)² + a, ein Fraktal, als schön im Sinne der Bildkunst hinstellen wollen?...



Hallo miteinander,

möchte mich hier nun mal zu den Fraktalen äußern in Verbindung mit der digitalen Kunst bzw. Bildkunst.
Diese Fraktale sind auf jeden Fall faszinierend aber zur Kunst gehören sie meiner Meinung nach nicht.
Soweit mein Standpunkt vorab.
Fraktale werden durch mathematische Formeln errechnet und lassen sich durch Programme, die diese
Rechenoperationen ausführen, generieren. Das Ergebnis ist für das menschliche Auge und Gehirn verblüffend,
faszinierend und überwältigend, jedoch berühren, unter die Haut, das Gemüt anregend ist es nicht.
Es steckt im Vorgang des Generierens kein künstlerischer Prozess, es gibt keinen schöpferischen Akt, es gibt
nur ein Suchen und Finden in einer unendlichen Reihe von Möglichkeiten aber die Möglichkeiten, auch wenn sie
unendlich erscheinen, sind fest vorgegeben.
Es sollten uns diese verblüffenden Bildermuster nicht darüber hinwegtäuschen, dass es keine menschlichen,
authentischen Gefühle sind die dargestellt werden, sondern die Illustration mathematischer Formeln.
Formeln die jedoch niemals das Gemüt, die Psyche, Gefühl und Gespür und andere typisch menschliche Eigenschaften
anschaulich machen können, das kann nur der Mensch selber in einem kreativ/schöpferischen Akt durch das
Zusammenspiel aller Sinne, Neigungen und Stimmungen.

Neben den Fraktalprogrammen gibt es noch andere Programme mit denen sich digitale Bilder generieren lassen,
auf sie alle trifft das Selbe oben genannte zu.
Was erwehnenswert ist, sind die Programmierer solcher Programme, diese Fähigkeit kann durchaus einen
schöpferischen Charakter haben und die Erfinder und Entwickler von Programmen zum Bilder generieren sind
in ihrem Fach Künstler aber bildende Künstler wie die Schöpfer der digitalen Bildkunst sind sie nicht, genauso
wenig wie die Anwender dieser Programme, mit denen sich Bilder generieren lassen.

Das Wesen der digitalen Bildkunst liegt, wie alle anderen Kunstarten auch, im kreativ/schöpferischen Prozess
des Menschen selbst und lässt sich technisch nicht imitieren.

Ich habe bisher nur zwei Fraktalbilder in mein Werk aufgenommen, auch um den Unterschied zu den digital
gemalten Photopaintings anschaulich zu machen und die Ausstellungsbesucher erkennen ihn.
Hier die Photopaintings http://www.photopainting.de

gruß fluuu
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keas


France
21 Beiträge

Erstellt  am: 21.07.2006 :  20:26:27   Profil anzeigen  Autor eine Email senden  Besuche keas's Homepage  Antwort mit Zitat
Guten Tag, Abend, Morgen u. dgl. allerseits,
fluuu’s Beitrag ist sehr hilfreich in diesem Gedankenaustausch, stellt er doch eine Betrachtungsweise von „Kunst oder nicht-Kunst“ aus dem ausschliesslichen Blickwinkel des Machers dar, mit der Neo „natürlich“ einverstanden ist und die ich respektiere, die ich aber für nur hinreichend halte. Meine Sichtweise stellt dem eine zur Kunstwerdung notwendige Beziehung zwischen Macher und Betrachter gegenüber.: von Bedeutung ist nur, was das Werk im Betrachter auslöst, nicht was der Macher hineingelegt hat. Somit ist die Wertung „Kunst oder nicht Kunst“ etwas, das sich letztlich dem Macher entzieht. Um nicht als Advokat in eigener Sache zu erscheinen, hätte ich gerne Inga zitiert, die in einem Beitrag zu einem anderen Thema in einem der hiesigen Foren etwas ähnliches gesagt hat, ich habe aber leider den Beitrag nicht wiederfinden können. Vielleicht meldet sie sich mal dazu.
Beim Stöbern nach Inga’s Beitrag bin ich darauf gestossen, das 2003 „wong“ schon mal versucht hat, eine Gemeinschaftsausstellung anzuschieben. Ich bin inzwischen der Meinung, dass soetwas Fachleuten überlassen werden sollte, von wegen „Schuster ….“ und so.
Stattdessen plädiere ich nun für ein gemeinsames Rundschreiben an städtische Kunstvereine, da die schon oft die
Avantgarde unterstützt haben, z.B. Schwitters in Hannover.
Ich würde Neo bitten, sich bei „wong“ zu verwenden, damit die seinerzeit Interessierten vielleicht hier mitmachen und bitte ihn und fluuu, zeitweilig das gemeinsame Interesse an mehr Breitenwirkung für die Pixelmaler über unsere
unterschiedlichen Meinungen zu stellen.
Hoffentlich auf bald und möglichst zahlreich.

Mit freundlichen Grüßen
keas
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Neo


Deutschland
971 Beiträge

Erstellt  am: 22.07.2006 :  17:21:17   Profil anzeigen  Autor eine Email senden  Besuche Neo's Homepage  Antwort mit Zitat
habe eingeladen, bin gespannt wer kommt.
Gruß... Neo
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Lifestar


Deutschland
46 Beiträge

Erstellt  am: 23.07.2006 :  02:39:43   Profil anzeigen  Autor eine Email senden  Besuche Lifestar's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallöle.... habe gerade (ähhh... etwa vor min. 1 Stunde, solange habe ich bestimmt gebraucht, mich hier durch die Beiträge zu lesen) Deine Mail bekommen. Ich bin teilweise ein wenig verwirrt über manche Aussagen.
Erstens... woran erkennt man digitale Kunst.....??? Für mich ganz einfach... weil sie kein pinselnder Maler der Welt so darstellen könnte!!! Denn.... welcher Maler käme schon auf die Idee ein Bild so zu malen, wie es ein digitaler Künstler darstellt??? Ein digitales Kunstwerk entsteht doch ganz anders als ein Bild von einem Maler mit Pinsel. Der Maler mit Pinsel :-)) hat eine bestimmte Vorstellung wie das Bild aussehen soll und fängt an es so zu gestalten(so geht es mir, wenn ich real mit Pinsel male... (und ich male auch viel in real). Ein digitaler Künstler hat eine Vorstellung von dem Inhalt des Motivs war er ausdrücken möchte, eine Ahnung von dem was es ausdrücken soll. Er fängt mit dem Grundmotiv an und durch einsetzen von Filtern, von Lichteffekten usw. wird er oft von dem Ergebnis überrascht. So entsteht etwas ganz einzigartiges... nämlich ein Kunstwerk, das sich selbst entwickelt... natürlich nur durch die Gedanken/Ideen des Machers. Dadurch entsteht etwas, das man als "Ergebnis" als Maler nicht erhält.
Dann... wie soll ich das verstehen von wegen...Original zerstören??? Zerstören, damit es einzigartig wird und nur so als Kunst angesehen werden kann... soll oder wie??? Ich werd mich hüten, meine Bilder die ich auch als Sicherung auf CD habe nach einmal Drucken zu vernichten... weisen mich doch die verschiedenen Entstehungsphasen eines Bildes als Urheber aus. Das ist nämlich auch noch so eine Geschichte für sich, das Urhebergesetz, gerade wenn man seine Bilder im Netz ausgestellt hat!
Von wegen der Fraktale.... für mich sind diese Bilder auch digitale Kunst, denn so wie ich mit Filtern rumspiele um bestimmt Effekte zu erzielen, werden da halt Zahlenkobinationen oder Formeln für genommen.... wichtig ist doch nur das Ergebnis! Und von wegen: nicht mit der menschlichen Seele erstellt, sondern rein mathematisch,
klar mathematisch... aber wer will mir sagen das ich beim Betrachten eines solchen Bildes meine Gefühle abstellen soll??? Ich finde einige von diesen Bildern unheimlich aufregend und spannend. Wenn mich also beim Betrachten eines Bildes etwas erreicht, ich etwas fühle, empfinde... soll das dann nicht künstlerisch sein, nur weil es mathematisch erstellt wurde??? Das kann ich nicht nachvollziehen. Es kommt doch nicht darauf an... wie dieses Kunstwerk gemacht wurde sondern was es beim Betrachten in mir "erweckt", mich immer wieder "zwingt" hinzuschauen um mich damit auseinanderzusetzen.... Das macht für mich die Kunst aus!
Eine Antwort auf die Frage: wie kann man digitale Künstler in die Kunstwelt etablieren..... ganz offiziell diese Kunst anerkennen... ich denke das geht wirklich wohl nur über den Weg der Galerien.... und das ist wohl ein schwerer Start.... noch immer... weil noch immer von den "Galeristen" verpöhnt... ist ja keine wirkliche "handgemachte" Kunst... Ich habe jedenfalls die Erfahrung so gemacht. Wenn ich meine Bilder einem Galeristen gezeigt hab... dann hiess es oft ja ist wirklich "superschön", "gelungen" oder auch "einzigartig", aber keiner hatte den Mut wirklich eine Ausstellung damit zu machen.... weil..... ist ja keine "echte" Kunst!
Der Punkt ist nur.... warum sind dann soviele Menschen von meinen Bildern begeistert und würden manchmal am liebsten "alle" haben wollen?? Das, denke ich, ist noch ein langer Weg, das diese Art der Kunst wirklich offiziell wird! Vielleicht werden die Galeristen auch nur dazu bewegt, eine Ausstellung zu machen, wenn das von den Liebhabern unserer Bilder gefordert wird? Ich weiss es nicht.....
Sollte ich hier etwas nicht richtig verstanden haben... bitte ich es mir nachzusehen.... es ist immerhin schon wieder 2.35 Uhr und ich hab nen ziemlich langen, Kinderreichen Haushaltstag hinter mir... wo mir zum Überfluss keine Zeit mehr zum "Erschaffen" eines neuen Bildes blieb.... Daher sag ich nu erstmal ... cu... und ich schau bestimmt wieder rein! Habt ein Frohes Schaffen.... LG Life....
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keas


France
21 Beiträge

Erstellt  am: 23.07.2006 :  11:54:42   Profil anzeigen  Autor eine Email senden  Besuche keas's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo Lifestar

…………und dann auch noch die Hitze! Bewundernswert, dass Du dennoch die Zeit gefunden hast.
Hier ein Tipp zur Bildsicherung. Was Du ins Internet stellst, kannst Du mit „Digimarc“ http://www.digimarc.com/mypicturemarc/?noupdate schützen; für Erstdrucke und limitierte Auflagen
gibt es holographische Zertifikate bei Fa. Hahnemühle.
Für Galeristen und Sammler ist verständlicherweise Voraussetzung, dass das Bild ein Unikat oder
ein identifizierbares Exemplar einer nummerierten, begrenzten Auflage ist. Daher die Notwendigkeit, die Bilddatei nach dem Erstdruck gegebenenfalls zu vernichten, auch Deine Back-up CD’s, alles! Nur so kannst
Du das Reproduktionsimage ausmerzen.
Mit freundlichen Grüßen, keas
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fluuu


Deutschland
26 Beiträge

Erstellt  am: 24.07.2006 :  10:55:09   Profil anzeigen  Autor eine Email senden  Besuche fluuu's Homepage  Antwort mit Zitat
Zitat:
Original erstellt von: Lifestar
Von wegen der Fraktale.... für mich sind diese Bilder auch digitale Kunst, denn so wie ich mit Filtern rumspiele um bestimmt Effekte zu erzielen, werden da halt Zahlenkobinationen oder Formeln für genommen.... wichtig ist doch nur das Ergebnis! Und von wegen: nicht mit der menschlichen Seele erstellt, sondern rein mathematisch,
klar mathematisch... aber wer will mir sagen das ich beim Betrachten eines solchen Bildes meine Gefühle abstellen soll??? Ich finde einige von diesen Bildern unheimlich aufregend und spannend. Wenn mich also beim Betrachten eines Bildes etwas erreicht, ich etwas fühle, empfinde... soll das dann nicht künstlerisch sein, nur weil es mathematisch erstellt wurde??? Das kann ich nicht nachvollziehen. Es kommt doch nicht darauf an... wie dieses Kunstwerk gemacht wurde sondern was es beim Betrachten in mir "erweckt", mich immer wieder "zwingt" hinzuschauen um mich damit auseinanderzusetzen.... Das macht für mich die Kunst aus!



Hallo,

das finde ich interessant, dass mehrfach auftaucht, dass nicht wichtig ist wie ein Bildwerk entsteht, welchen Prozess
der Schöpfer dabei durchlebt hat, sondern einfach nur welche Wirkung es auf den Betrachter hat. Es ist also möglich
jedes x-beliebige Bild von einem Programm generieren zu lassen, wenn der Effekt den Betrachter beeindruckt so ist es
o.k. Das heißt dann nicht die Botschaft, der Inhalt, die Aussage eines Bildes vom Kreativen hineingearbeitet ist
entscheidend für ein Kunstwerk, sondern wie sehr der Betrachter verblüfft, überrascht, oberflächlich berührt ist.
Kurz gesagt, der beste Bluff ist das größte Werk. Gerade in der digitalen Kunst, wo menschliche Kreativität und
maschinelle Effekthascherei so dicht beieinander liegen wundern mich solche Ansichten. Dann ist doch ein Vorurteil
gegenüber der digitalen Kunst kein Wunder, ja geradezu notwendig für die Menschen die sich mit authentischer vom
Menschen für den Menschen entworfenen Werken auseinandersetzen wollen. Es sind hoffentlich nur wenige, die sich
von simpler Effekthascherei in der digitalen Bildentstehung beeindrucken lassen, Fraktale gehören für mich dazu. Was
anderes ist es wenn es um hübsche Deko fürs Wohnzimmer geht, da können solche generierten Muster ihren Zweck
erfüllen, da gibt es keine Aussage, einfach dekorativ, wie Tapetenmuster. Ist dann nicht Kunst sondern Design, auch
ein wichtiger Bestandteil im Leben. Für mich ist nach wie vor der durchlebte Prozess des Künstlers aus dem er sein
Werk entstehen lässt, ein entscheidender Faktor für die Qualität der Arbeit, auch und besonders in der digitalen Kunst. Die konventionellen Techniken sind überliefert und als klassiker anerkannt über viele hundert Jahre, da tut sich
die moderne Kunst in der Akzeptanz der Bevölkerung immer noch schwer, die digitale Kunst ist so neu und bedient
sich der allermodernsten technischen Arbeitsmittel, das ist für viele noch viel suspekter. Wenn sich dann aber noch
rausstellt, dass die digitale Kunst nur blufft und auch garnichts anderes will, werden sich die Menschen nicht nur zu
Recht sondern hoffentlich abwenden. Nun trifft das nur auf wenige zu die Fraktale als ihre Kunst verkaufen, viele
digitale Künstler zerbrechen sich den Kopf, das Gemüt und das Gespühr wie sie ihre Aussage in bester Qualität und
so gut sie können für den Betrachter veröffentlichen können, es ist ein harter Prozess, daran führt kein Weg vorbei,
so ist es überall in der Kunst, auch in der digitalen. Aber darin liegt auch gerade das Befriedigende wenn es geschaft
und beweltigt ist...

gruß fluuu
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keas


France
21 Beiträge

Erstellt  am: 24.07.2006 :  22:25:07   Profil anzeigen  Autor eine Email senden  Besuche keas's Homepage  Antwort mit Zitat
Hallo ihr Pixelkünstler
Seufz, da stehen wir nun an gegenüberliegenden Ufern des ewigen Flusses Kunst. Eine Brücke ist nicht in Sicht und würde auch nicht von allen genutzt werden.
Die, die das nächste Ziel, weiter unten am Fluss, das da heisst „grössere Akzeptanz digitaler Bildkunst“, gemeinsam erreichen wollen, mögen sich auf einer neutralen Insel in der Flussmitte einfinden und am Bau eines Flosses, genannt „Rundschreiben an städtische Kunstvereine „, mithelfen, in dem Bewusstsein, dass wir unseren Konflikt nicht alleine lösen können, das Zuwerfen weiterer Positionspapiere uns aber dem Ziel,s.o., nicht näher bringt.
MfG
keas
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grille


Deutschland
139 Beiträge

Erstellt  am: 28.07.2006 :  18:42:58   Profil anzeigen  Autor eine Email senden  Besuche grille's Homepage  Antwort mit Zitat
*kopfkratz*

ich versteh mich einfach als künstler. bilder & texte.
basta
ich mach die bilder deswegen am compi, weil es für mich da am meisten spaß und freude und zufriedenheit gibt.
basta.

auf weiterfieselnde diskussionen lasse ich mich im atelier überhaupt nicht ein. sowas zementiert bloß das linkshirrn , das in heutiger zeit auf kosten des rechtshirn eh schon ins unendlich groteske aufgebläht ist..

grille
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