Originalbeitrag: Kunst | Zurück
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Sylvus | Hallo wong
Warum man sich scheut, etwas Kunst zu nennen, wenn es doch eine ist - was sollen Bilder denn anderes sein - wenn man ein Mehrfachpendel zuhilfe nimmt, um eine Methode zu erklären, während doch jeder wissen will, was dieser Mensch da macht und warum. - Dann meint man vielleicht Mathematik zu meinen, wenn man etwas sagt, und meint doch sich selber, und will das aber eigentlich nicht mitteilen. - Nicht aus Unkenntnis, nein, das ist alles sehr begründbar. - Als müßte irgendetwas begründbar sein auf dieser Welt, für irgend jemanden. Als müßte man sich, wenn man ein neues Gebiet betritt, erst mal begründen oder ausweisen, zum Beispiel auch in der Physik. Es ist ein roter Faden, den ich sehe, ohne konkretes Ziel zwischen uns, nimm es hin. Es ist was ich /direct communication/ nannte, Autisten unter sich 
Ich liebe diese Signale, und auch die die fehlen. Deine Worte, Kunst betreffend, insbesondere die mathematische, insbesondere die deine, eigene - und nur diese, however - haben mich überzeugt. - Kenn das
Du bist ein Künstler, klar. -
Sylvus
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wong | Künstler? Hab ich nichts dagegen, doch dann ist das die Kunst:
5555,5555,5555,1 6777,5000,0,0,0 .3,1,1,1 4615810,0,10079487,0,0 8.726646E-02,6.981317E-02,6 0,0,0 1.43117,1.5,1.832596 0,0,.1745329,111,0 0,1,1,0 "nn" "x00039993999x00039993999cR0046993999cO0052994199cO0054993999" "nn" "nn" "cO0040994099cR0140994099cR0141994099cR0142994099xO0039993999" 6684672,13,0,3 0,1440,200,340
Diese Werte - als Beispiel - mit dem Bildentwickler monoalgo oder dem picture-zipper zipppics gelesen, ergibt das Original (1024 x 768) zu diesem Bild:
Alle Bild-Dateien von artmetic sehen so aus.
Wer es ausprobieren will: Obige Zeilen ohne Leerzeichen und zusätzliche Zeilen am Anfang oder Ende in Notepad o.ä. laden, unter beliebigem Namen, aber mit der Datei-Endung .--- (für monoalgo) oder Endung .b (für zipppics) als unformatierte Text-Datei (aber ohne die zusätzliche Endung .txt) in dem Verzeichnis speichern, in dem monoalgo.exe bzw. zipppics.exe steht und Programm starten.
So viel erst mal als Einstand für heute. Gruß an alle ... wong
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sannshine | lieber wong,
es ist, was es ist! - und es ist gut! wunderbare bilder für die seele......
seit dem ich deine bilder und ihre entstehung kenne, denke ich oft über den zusammenhang zwischen naturwissenschaft und gefühlen / empfindungen nach, die ja bekanntermaßen nicht beweißbar sind. für mich ein spannendes thema, dass du angestoßen hast.
liebe grüße sannshine
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wong | Sylvus, zu Deinem Beitrag oben fällt mir noch ein, daß Cora Tanou mit ihrer "6. Dimension" eine hervorragende Abhandlung geschrieben hat, die zu Deinen Worten ganz gut paßt. Jedenfalls sind die Seiten sehr zum Lesen zu empfehlen. wong
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Michael | hi, sicher handelt es sich dabei um Kunst und zwar nicht nur im Sinne von Joseph Beuys, den ich mir erlaubte in diesem Zusammenhang zu zitieren. Dieser Tage nahm ich mal wieder G. Spencer-Brown's "Laws of Form" in die Hände; der schrieb u.a. "Unlike more superficial forms of expertise, mathematics is a way of saying less and less about more and more. A mathematical text is thus not an end in itself, but a key to a world beyond the compass of ordinary description."
Scheint mir ganz gut zum Thema zu passen. Um mit Spencer-Brown zu schließen: trefft eine Unterscheidung, nennt sie die 1. Unterscheidung, nennt den Raum indem sie getroffen wird.....usw. usw.
In diesem Sinne sind wir alle großartige Künstler, egal ob Mathematiker oder sonst was. Man muss nur die 1. Unterscheidung treffen, sprich" "machen", dann gehts los...
btw. für den Mathematiker gibt es Gleichungen von wunderbarer Ästhetik, ebenso wie für den Komponisten oder den Physiker, der einzige Unterschied sind die verschiedenen Sprachen die sie benutzen...wir benutzen Bilder, also wenn das keine Kunst ist..!?[:)]
a bientot Michael
P.S. mag die Images sehr, sind so bestechend "schlicht" und voller Kraft.
Zitat: [i]Original erstellt von: wong[/i] [br]Künstler? Hab ich nichts dagegen, doch dann ist das die Kunst:
5555,5555,5555,1 6777,5000,0,0,0 .3,1,1,1 4615810,0,10079487,0,0 8.726646E-02,6.981317E-02,6 0,0,0 1.43117,1.5,1.745329 0,0,.1745329,111,0 0,1,1,0 "nn" "x00039993999x00039993999cR0046993999cO0052994199cO0054993999" "nn" "nn" "cO0040994099cR0140994099cR0141994099cR0142994099xO0039993999" 16711680,13,0,3 0,1440,200,340
Diese Werte - als Beispiel - mit dem Bildentwickler monoalgo oder dem picture-zipper zipppics gelesen, ergibt das Original (1024 x 768) zu diesem Bild:
Alle Bild-Dateien von artmetic sehen so aus.
Wer es ausprobieren will: Obige Zeilen ohne Leerzeichen und zusätzliche Zeilen am Anfang oder Ende in Notepad o.ä. laden, unter beliebigem Namen, aber mit der Datei-Endung .--- (für monoalgo) oder Endung .b (für zipppics) als unformatierte Text-Datei (aber ohne die zusätzliche Endung .txt) in dem Verzeichnis speichern, in dem monoalgo.exe bzw. zipppics.exe steht und Programm starten.
So viel erst mal als Einstand für heute. Gruß an alle ... wong
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wong | Hallo, sannshine,
es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen Naturwissenschaften und Gefühlen - zumindest für den, der die Wissenschaft mit Lust betreibt. Neben den großen Gefühlen und Empfindungen, die wohl jeder kennt, soll es ja da auch noch das große AHA-Erlebnis geben, von dem die Mystiker berichten. Dass allerdings allein die reine Wissenschaft unserer Tage uns dazu in die Lage versetzen kann, wage ich zu bezweifeln. Nun, das ist es aber nicht, was Du ansprichst.
Auf meiner Website schreibe ich davon, dass ich eine "Beteiligung einfacher mathematischer Regeln an unserem künstlerischen Empfinden und Verständnis von Schönheit" sehe, meine damit aber nicht, dass unsere diesbezüglichen Emotionen mathematisch beschreibbar sind. Auf einer tieferen Ebene sicher und auch bei den Mechanismen der Assoziationsbildung, aber die Gefühle selbst, unser erlebtes Bewußtsein, das ist in solche Komplexität eingebettet, dass zur Beschreibung jede Mathematik versagt und für alle Zeiten versagen wird. Das finde ich - obwohl auch Mathematiker - einigermaßen beruhigend für das tägliche Leben und mache diese Meinung auch gerne öffentlich.
Dass die Wissenschaft dem, der sie für persönliche Erkenntnis und Entwicklung nutzt, auch eine ganze Menge Glücksgefühle beschert, daran gibt es natürlich keinen Zweifel. Die Schönheiten zu entdecken, zu erkennen, zu verinnerlichen und zu genießen, hilft jedenfalls in fast allen Lebenslagen, über Häßlichkeiten leicht hinweg zu sehen. Und die Häßlichkeiten nehmen leider zu, wenn man nicht die Augen davor verschließt. Das wiederum ist subjektiver Eindruck - im schönen Bayern mag das ja ganz anders sein ;-)
Liebe Grüße dort hin ... wong
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Sylvus | Nun... soweit ich verstehe...
Zitat aus diesem (wunderbaren) Buch
Einen Metastandpunkt bezüglich der 6-dimensionalen Welt einzunehmen, ist unmöglich. Wäre es möglich, wäre es nicht das ALL-EINE.
Aber im letzten Kapitel haben wir über die Installation des neutralen Beobachters gesprochen, der sich außerhalb der Bewußtseinsebene stellt. Er bezieht also seinen Beobachtungsstandort in der 6. Dimension, um die anderen 5 Dimensionen überblicken zu können. Nun ist aber der neutrale Beobachter nur ein Einzelfall. Die 6. Dimension ist die Dimension der Universalität. Es lassen sich dort Metastandorte für Beobachter der unterschiedlichsten Disziplinen finden.
Und damit wird der Betrachter schon wieder herausgekürzt. Und das geht nicht! Es gibt nur Einen Einzelfall. - Ein naher Mensch hat einmal gesagt: Wenn ich sterbe, stirbt das Universum. - Und damit hat er glaub ich ziemlich recht...
Das Subjektive immer wieder herauszunehmen, zu versuchen das eigene Sein mittels verschiedener Mittel, auch der Mathematik zu begründen ist einfach sehr schwer. Es ist nicht zerstörungsfrei ;-) Man sieht sich ja selbst niemals, niemals in das eigene Gesicht [:o)] und da beginnt Kunst. Deshalb kann Beuys sagen, jeder ist Künstler (danke, Michael für diesen Hinweis).
Deshalb kann das Orakel im Film Matrix (Teil 2, Reloaded) auch sagen, wir können niemals hinter die Entscheidungen blicken, die wir nicht verstehen. Weil wir sie längst getroffen haben (ein Film, dessen Studium ich übrigens nur empfehlen kann).
Überhaupt lesen zu können was C.T. schreibt, es verstehen zu wollen, setzt schon meine Existenz voraus... und indem ich es tue, indem ich Cogito ergo sum sage, sitze ich schon, wie sie so schön schreibt, auf meinem Arbeitsstuhl innerhalb aller Dimensionen, die es gibt. - Mein fester Punkt des Archimedes...
Und wenn du, lieber wong, Zahlen die DU so festgelegt hast, zu einer Farbharmonie vereinigst, die kein anderer aufgrund der Situation, dem persönlichen Empfinden, der Vorkenntnisse so gefaßt hätte, dann ist das dein persönliches Werk. Dann bist du - wie Beuys, wie jeder andere - dein persönlicher Künstler. Es ist vielleicht die Frage, wie man sich von anderen bewerten oder einordnen läßt... aber es steht außer Frage, daß es so ist. Und das kann ich sehen, vielleicht niemand sonst. - Aber ich bin ja auch nur mir wichtig.
...die Kunst beginnt für mich dort, wo das Absolute aufhört. Eigentlich ein schöner Zustand, um damit zu leben. - Denk ich
und einen herzlichen Gruß
Sylvus
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wong | Doch, Sylvus, das ist genau das, was ich mit Genuß für mich versuche zu tun: den Betrachter herauskürzen - mich selbst, mein Denken - zumindest die kybernetische Logik der Gedanken nicht da anzusiedeln, wo auch meine sozialen und kulturellen Prägungen wirken. Natürlich nicht in Bereichen, wo es um die alltäglichen, zwischenmenschlichen oder auch künstlerischen Dinge geht, sondern nur dort, wo ich als Physiker mit den erlernten Rezepten nicht weiterkomme in Erkenntnisprozessen. Da schlage ich einen etwas anderen Weg ein als Cora es tut und komme zwangsläufig auch zu anderen Ergebnissen. Ich will damit etwas berechnen können, will Naturgesetzlichkeiten auch im Detail verstehen und nachvollziehen, also im Modell rekonstruieren können, will ein möglichst kongruentes Modell haben, das ich auf möglichst viele Fragen anwenden kann. Fragen zur menschlichen Existenz, zu Emotionen, zu allen kulturellen Dingen bleiben davon vollkommen unberührt. Es gibt sie nicht, die Rückschlüsse aus abstrakten Weltmodellen über die Bestandteile der Natur auf die innerhalb einer extremen Komplexität hoch ausdifferenzierten Regeln menschlichen Denkens und sozialen Verhaltens. Solche Leitbilder sind pure Wunschbilder, Luftschlösser, Märchen, Mystik, Religionen, Krücken, ...
Aber man kann beides haben, Freude am aktiven Entdecken der Schönheiten und Regeln (die natürlich nur schön sind, weil ich kulturelles Erbe im Kopf habe) und Freude am sich treiben lassen, am Akzeptieren, Befolgen und geschehen lassen des Unabänderlichen. Wie d's machst, ist's recht! Sich selbst nicht allzu wichtig und ernst zu nehmen ist für mich eine unabdingbare Voraussetzung für die Kunst: die Kunst zu leben, und die Kunst, Dinge zu tun, die ich auch genauso gut sein lassen könnte. Aber trotzdem, Du hast natürlich recht: wenn ich aufhöre zu existieren, ist auch die Welt verschwunden. Meine Welt - ich hab' nur eine. Gut daß es noch so unermeßlich viele weitere gibt.
Gruß aus meiner in Deine Welt, und auch Gruß an Michael am Mittelmeer, an sannshine und die andern ...
wong
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Michael | hi, man kommt nicht umhin diesen Aussagen grundsätzlich zu zustimmen, aber genau da beginnt das Problem. Jede/jeder von uns trägt mit seiner individuellen Biografie, sein Päckchen an Mustern, Erfahrungen, Meinungen und Vorurteilen mit sich herum und konstruiert aus diesem buntem Mix seine individuelle Welt. Dazu gehören auch und ich sage das ist gut so , Luftschlösser, Märchen, Mystik, Religionen, ja auch Krücken jeder Art...Es scheint mir daher nicht ganz unvernünftig zu sein, diese "Krücken" nicht als Krücken abzutun, da sie mehr Einfluss auf den Verlauf der Dinge haben, als wir uns mit kühlem Ratio vorstellen. Kunst ohne Dialog oder den viel geschundenen Observer, macht wenig Sinn, es sei denn sie dient, was ich gar nicht verurteile, der Selbstbefriedigung. Als Beispiel ziehe ich dabei mal Poppers 3. Welt heran, die Welt der kulturellen Evolution und ihrer Ergebnisse, egal ob wir dabei z.B. über Einsteins Relativitätstheorie, Bach's Goldbergvariationen oder Werke Lenardo da Vinci's sprechen. Ich behaupte mal, ohne Luftschlösser und Dialoge darüber gäbe es sie nicht... Menschsein heißt für mich stets mit meinen sozialen und kulturellen Prägungen aufs Engste verwoben zu sein, sie sind somit immer Bestandteil meiner Identität (vielleicht sind sie meine Identität..), gerade auch wenn ich kreativ tätig bin. [;)]
herzlichst grüsst a bientot... Michael
[quote][i]Original erstellt von: wong[/i] [
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wong | Ich denke, Michael, unsere Auffassungen sind nicht so weit auseinander, daß darob ein heftiger Streit entbrennen müßte. Klar, kein Mensch kommt ohne seine Prägungen zurecht, sie sind Bestandteil seines Seins. Nur, um - gedanklich - in Welten vorzustoßen, die auch ohne den Menschen und sein Bewußtsein existieren, kann es recht nützlich sein, sich seine Engramme schonungslos zu vergegenwärtigen und zu versuchen, einen Standpunkt ohne sie einzunehmen. Mir gelingt das im Ansatz nur mit Hilfe der Mathematik, die mir ermöglicht, in Bildern und Strukturen zu denken und nicht in umgangssprachlichen Worten. So sind meine Bilder auch nie komponiert. Collagen und Bearbeitungen überlasse ich denen, die es beherrschen. Wenn ich z.B. Deine Bilder betrachte, sehe ich schnell, daß zu solcher Meisterschaft mehr gehört als nur mit Zahlen zu jonglieren, eben auch der gekonnte und lustvolle Umgang mit Luftschlössern, Märchen, menschlichen Wünschen und geprägten Phantasien. Solches als Krücken abzuwerten liegt mir gänzlich fern. Nur wenn mir die starre Zwanghaftigkeit, die bei vielen Menschen aus ihren Prägungen entspringt, allzu deutlich begegnet, dann kann es mir schon mal die Augen nach oben verdrehen.
Gruß nach Sete, wo ich oftmals Station machte, am Strand der langen Düne.
wong
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Michael | hi, sehe ich ähnlich. Streit ist mir zu negativ besetzt, insbesondere in der deutschen Sprache, lass es uns auf unterschiedliche, interessante Nuancen zum Thema reduzieren. Theorethisch kann man in Welten vorstossen, die auch ohne uns, den Menschen exsistieren, schließlich fragen wir uns seit Jahrtausenden warum wir eigentlich "hier" sind, praktisch wird die Sache schon schwieriger, denn auch die Mathematik wurde ja von uns emotionalen Menschlein erfunden um eine Sprache zu entwicklen, die zunächst mal auf Annahmen und Regeln beruht, um Komplexität zu reduzieren und erklärbarer zu machen, Komplexität, die uns offenbar (noch) nicht zugänglich ist. Selbst große Geister haben ja noch so ihre Probleme die alles erklärende Gleichung zu finden. Sicher keine ganz so befriedigende Situation, ist wohl auch gut so; fördert den menschlichen Fortschritt (hoffentlich). Ich übersetze Gedanken, Worte, Gefühle, Konflikte, Ereignisse und Situation in "meine" Bilder, wobei oft die Ironie, ja der Sarkasmus durchschimmern darf, natürlich auch schon mal der Humor oder das Augenzwinkern. Ob ich dabei was Künstlerisches schaffe ist mir eigentlich egal, bin da Egoist. So versucht sich jeder seine eigene "fitness landscape" zu bauen, wohl damit man öfters auf den "peaks" steht, ob mit oder ohne Mathematik...Ich glaube deine Bilder, die mich sehr begeistern, sind ein kleiner Teil dieser Komplexität. sie sind sehr ästhetisch und von großer farblicher Schönheit, sie werden das erst durch unsere Betrachtung, die Wirkung auf uns und die Gefühle die damit einhergehen...
chicken first oder so ähnlich...[?][;)]
herzlichen Gruß a bientot...Michael
P.S. die Düne schicke ich seperat...
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wong | Bei der Mathematik bin ich grundsätzlich anderer Meinung als Du, Michael, falls obiges Deine Überzeugung ist, nehme aber niemand übel, wenn er diese nicht mit mir teilt. Ich behaupte - und nicht nur ich, gebe ja nur wieder, was diesbezüglich längst andere, Platon war sicher nicht der erste, schon in aller Ausführlichkeit ausgearbeitet haben -, daß die Mathematik nicht von den Menschen erfunden wurde, sondern lediglich entdeckt und für das ursprünglich Unbeschreibliche im Lauf der Jahrtausende eine mitteilbare Sprache entwickelt wurde. So wie die Naturgesetze ja auch nicht erfunden werden. Es wurden und werden immer noch nur pure Analogmodelle als Theorien ausgearbeitet, die in kommunizierbare Denkstrukturen passen. Die Natur selbst wird dabei ja nicht erfunden. Klar, alle Theorien sind so, daß sie für Menschen mit den ihnen zur Verfügung stehenden bescheidenen Mitteln verstehbar sind, die Theoretiker denken ja schließlich ebenfalls in typisch menschlichen Strukturen, aber das, was sie beschreiben sollen, existiert eben auch, ohne daß es irgendjemand bewußt als beschreibenswertes Phänomen wahrnimmt, darüber nachdenkt, eine Theorie dafür entwickelt und es in das übrige Weltgeschehen sinnvoll einordnet. Mit der Mathematik ist es nicht anders. Sobald es ums Zählen geht, wenn man also die a-priori-Existenz von Diskretheit - als Gegensatz von Kontinuum - annimmt, existiert schon ein Prinzip, das die Träger der Diskretheit - Entitäten - miteinander in Beziehung setzt. Jede Ordnungsstruktur, z.B. das Unterscheiden von abc und acb IST Mathematik. Du erzeugst doch Fraktale. Benutzt zwar ein vorbereitetes Programm, aber ich nehme doch an, Du weißt, welche Mechanismen dahinter stecken. Gerade da werden doch nicht, wie Du schreibst, Annahmen und Regeln zur Reduzierung von Komplexität benutzt, sondern ganz im Gegenteil, man wendet eine extrem einfache, extrem geordnete Regel in nicht zu überbietender Gleichförmigkeit immer wieder an, und dann ENTDECKT man damit die Komplexität, sie ist einfach da, kein Mensch hat sie beigesteuert oder erfunden. Das Programm, das Du benutzt, ist nicht Urheber der fantastischen Strukturen, der Programmierer, ein Mathematiker, hat nur bestehende Prinzipien in einfach zu bedienende Software umgesetzt. Mathematik, wie wir sie in der Schule lernen, wie sie an der Uni gelehrt wird, ist natürlich nur eine Darstellung übergeordneter Prinzipien. Es ist die Art der Darstellung, die erfunden und ausgeklügelt entwickelt wurde, die Prinzipien selbst sind es nicht. Können wir uns so einigen?
Meine Bilder haben mit eben Geschriebenm zu tun. Solche Hintergedanken haben mich bewogen, nur einen einzigen, in der Abgeschiedenheit einer kleinen hondurenischen Insel entwickelten und seit vielen Jahren nicht veränderten Algorithmus zu verwenden, um die Vielfalt, die in einem einzigen Prinzip stecken kann, ein wenig zu illustrieren. Alles daran ist Mathematik, auch die Mischung und Verteilung der Farben. Ich stecke nur Zahlen rein (s.o.), mehr nicht. Wenn außer bunten Bildchen auch noch Gefühle und Anregungen herauskommen ... was will ich mehr. Anspruch als Kunstwerke im Sinn von kreativem Werk erheben sie nicht, aber es ist mir sehr daran gelegen, den Umgang mit Mathematik in die Nähe der Kunst zu rücken. Übrigens sind sehr viele Mathematiker auch Musiker oder zumindest sehr musikalisch. Indiz für die Berechtigung meines Vorhabens?
Nun gut, im wirklichen Leben unterhalte ich mich gern auch über Banaleres ... So long - wong
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Michael | hi wong, sicher liegst Du da richtig, zumal ich auf dem Feld kein Fachmann bin. Bin von Hause aus Dipl. Kaufm. , der sich mit 47 noch mal auf die Bänke der Ecole superieur des Beaux art setzte um Malerei zu studieren. Meine Studienkollegen pflegten häufiger zu sagen: „schau mal Opa ist heute gut drauf“ war ne gute Zeit..
Dass die Naturgesetze vor uns da waren, scheint mir noch plausibel, die Mathematik sehe ich von meinem Laienstandpunkt aus eher als eine sich ständig entwickelnde Sprache, die wir benutzen um neu erkannte naturwissenschaftliche Phänomene zu beschreiben. Auch die Naturgesetze wurden ja ab und an mit zunehmendem Erkenntnisstand, sagen wir mal vorsichtig: neu interpretiert. Mathematik, wie auch Sprache, die wir jetzt gerade benutzen, sind für mich vom Menschen kreierter Code, der in erster Linie nach beschreibungsrelevanten, ja optimierenden Kriterien entwickelt wird. Sie ist für mich die Suche nach Klarheit des Ausdrucks. Ich denke auch die großen Theoretiker, denken in erster Linie in Analogien und in Assoziationen, die sie aus bekannten Mustern heraus weiter entwickeln und dann mit dem Code Mathematik beschreiben.. Gegen Plato und den Naturwissenschaftler habe ich natürlich keine Chance und sehe darin auch kein Problem. Im Zusammenhang mit der Musik gibt es ein ganz interessantes Buch des bekannten Neurologen Prof. Manfred Spitzer, Titel „Musik im Kopf“.
Also Hauptsache Deine Bilder behalten diese bestechende Schlichtheit und ihre Schönheit und Du die Frische und Motivation sie weiterhin mit Mathematik zu kreieren.
take care - a bientot Michael [;)]
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Neo | ...interessant, euch zu folgen. - Ich denke, jedes Vorhaben hat seine Berechtigung, wenn es nur mit Herzblut betrieben wird. Ob es jetzt z.B. die Schönheit der Zahlen ist oder die Ecole des Beaux Arts... da ist jeder auf dem Weg.
Aber es war schön deinen Gedanken zu hören, der die Mathematik in die Nähe der Kunst rücken will, wong. - Hab mir mal den monoalgo geholt und damit getestet. - Wow! - Und verstehe das jetzt schon auch besser, was du meinst. -
Neo
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Michael | [quote][i]Original erstellt von: Neo[/i] [br]
hi, ecole des beaux arts ("s" vergess ich immer..) war für mich so was wie ein Hobby. Mathematik und MBA war vorher, rein business mässig bottom-line und so...ex. Dell VP, der früh genug eingestiegen und rechtzeitig ausgestiegen ist, ab und an noch etwas consulting, wenn die Leute mir symphatisch sind, sonst family&more, konzentriere mich im wahrsten Sinne des Wortes darauf gut zu leben, was immer das für den Einzelnen auch bedeuten mag - ist auch ganz schön anstrengend...[;)]
...finde die Bilder von wong klasse, egal wie der sie fabriziert, ob mit oder ohne Künstleretikette ist mir dabei ziemlich egal. Irgendwie sind wir alle Pinguinie oder so ähnlich...
a bientot Michael
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wong | Entschuldigt mein Schweigen. Bin seit 10 Tagen ständig auf Achse. Es bleibt leider gerade wenig Zeit für Zahlen, Kunst und Plaudereien. Melde mich wieder ... wong
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cora | hallo wong,
manchmal dauert es etwas länger, bis man ankommt - vielleicht weil man in Sackgassen gerät, einen Zwischenstop einlegt, sich verläuft, trödelt oder, oder oder...
Aber jetzt bin ich endlich angekommen - noch nicht ganz, weil alles noch neu ist. Aber ein kleines Lächeln will ich Dir schon mal schicken [:)]
Liebe Grüsse Cora
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