Originalbeitrag: Das Verschwinden der Bäume | Zurück
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Inga | 19. März 2003 Ich experimentiere zur Zeit mit dem Thema BAUM. Oder besser gesagt: Das Verschwinden der Bäume beschäftigt mich. Ich meine damit noch nicht einmal das Verschwinden der Regenwälder, auch nicht die Zerstörung, die der saure Regen mitverursacht durch die schreckliche Massentierhaltung- ich meine das Verschwinden der Bäume in meinem Umfeld. Herrliche Bäume, die ich sehr mochte, verschwinden aus dem fürstlichen Park in Donaueschingen. Krumm gewachsene Bäume werden dort auch ausgemerzt. Bäume mit seltenem Holz werden gefällt und verscherbelt... Und in dem Wald, in dem ich täglich spazierengehe, fehlen immer mehr Bäume. Gefällt, zersägt, abtransportiert, verheizt....
Das Verschwinden der Bäume beschäftigt mich sehr.
Und so beobachte ich seit Jahren das Verschwinden der Bäume. Jetzt verarbeite ich das in Bildern. Die ersten beiden Bilder gehören zusammen. 1. Ahorn- Raum, März 2003 2. Kein Raum für Bäume, März 2003

--- Der letzte "Fall", der mir naheging: Ein Baumriese am Wegesrand, wohl hundert Jahre alt, hatte einen Blizeinschlag vor Jahren überlebt. Die Wunde wurde NICHT mit Baumwachs versorgt, trotzdem heilte sie. Nein, schön war er nicht mehr, aber darf nur Schönheit leben? Vor ein paar Wochen wurde der Baum gefällt. Die anderen Bäume wurden abtransportiert, er liegt immer noch da. Wie ein Riese, der Baumstumpf so groß wie ein Tisch. Sinnloses Abholzen, nicht einmal das Holz wollte man haben.
Liebe Grüße von INGA
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Inga | ....das dritte Bild heißt "zersägt". Auch vom März 2003

Liebe Grüße von INGA
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Inga | ...Bevor ein Baum gefällt wird, ruft der mit der Säge"BAUM FÄLLT!". Dann ächzt der Baum markerschütternd, dann steht die Zeit für einen Moment still, dann kracht der Baum auf die Erde. Die Erde bebt, vibriert. Danach ist Stille.
Diese Empfindung, wenn ein Baum fällt, habe ich versucht, in Bild 4 wiederzugeben.
Titel:"Baumfeld- gesprochen: Baum fällt"

Liebe Grüße von INGA
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sannshine | liebe Inga,
auch in unserem kleinen ort werden zur zeit viele bäume gefällt oder lieblos beschnitten. die meisten äste einer wunderschönen und sehr alten linde fiehlen am letzten wochenende der säge von nachbarn zum opfer, die kein herbstlaub auf ihrem grundstück wünschen.
jeden winter und jedes frühjahr die gleiche aktion: unsensible holzfällarbeiten, wo man hinsieht.
liebe Inga, auch, wenn es scheußlich aussieht und uns immer wieder traurig macht, die seelen der bäume leben weiter! ihre energien gehen nicht verloren. das holz wird verarbeitet und erfreut in einer familie als tisch, und wenn es nur streichhölzer werden, bringen sie uns wärme und licht. wenn kinder auf dem alten baum herumklettern oder käfer sich in dem verwitternden holz einnisten, erfüllt der baum einen neuen sinn. -und wir behalten ihn in erinnerung und erzählen von ihm, wie du in deinen bildern.
vor einigen wochen entstand dieses bild. ich taufte es BAUMAUGE.......

vielleicht siehst du die seele im auge des baumes. sie erinnert mich an eine kleine taube.
von baumfreundin zu baumfreundin susanne
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sannshine | nachtrag:
ich finde sehr wichtig, was du tust. du hälst den finger auf die wunde.
liebe grüße susanne
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Inga | Liebe Susanne, dieses "Finger auf die Wunde" mache ich eher in der Ausnahme. Mein Hauptanliegen ist es, die Schönheit zu zeigen. Farbe, Natur, in allen Facetten. Ich sage das, damit hier kein "falsches Bild" entsteht. Dein "Baumauge" ist ganz besonders schön. Die Bäume haben ja oft solche Knubbel, die aussehen wie Augen. Ich habe da mal eine lustige Collage gemacht "Ich schau Dir in die Augen, Kleines" (Auf der Webseite über H. Bogart). Dein Bild gefällt mir so gut, weil es auch an die Frucht von Bäumen erinnern kann, zum Beispiel an eine Kokosnuss. Wenn ich das Bild quer betrachte, dann sehe ich einen gewagten Ausschnitt mit zwei Brüsten. Und so ist das mit der Kokosnuss vielleicht nicht zu weit hergeholt, auch die hat "Milch". Am schönsten ist der Sonnenstrahl im Zentrum des Baumauges.
Liebe Grüße von INGA
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