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 Was ist Digitale Kunst?
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Seite: von 7

grille


Deutschland
139 Beiträge

Erstellt  am: 02.02.2008 :  10:59:17   Profil anzeigen  Autor eine Email senden  Besuche grille's Homepage  Antwort mit Zitat
ein sehr wichtiges merkmal für meine digitalen bilder ist es, daß sie in hohem maße assoziationen auslösen.
natürlich nicht jedes bild bei jedem menschen und auch nicht zu jedem zeitpunkt.
*das* können meine fotografien nicht.

es ist auch interessant zu beobachten, daß die sich atelierbesucher meist nur für eines interessieren, entweder für die digitalen bilder, oder für die fotografien oder für meine texte, die je einem bild zugeordnet sind, oder sie wollen wissen, wann noch meine musik auf den markt kommt ...
ganz selten interessiert sich jemand einmal für mein gesamtes spektrum, zu dem auch musik in bescheidenem rahmen gehört.

eigentlich müßten deutlich mehr menschen auf digitale bilder fliegen (digitale musik ist längst anerkannt) - ich hab mir oft die frage gestellt, warum es nicht so ist. ich habe versucht antworten zu finden.
vielleicht können wir dann mehr für die verbreitung tun.

vor kurzem hat mir jemand gesagt, daß compi-bilder irgendwie tot seien weil sie nicht von hand gemalt wären. auf meine antwort, daß das auch auf meine digitalen fotos (die er klasse fand) samt deren nachbearbeitung am compi zutreffen müßte, bekam er einen leicht roten kopf und wechselte schnell das thema.
welchen stellenwert nimmt der computer in den köpfen der leute ein?
vielleicht liegt hier der schlüssel für mehr akzeptanz unserer kunst. ich jedenfalls bin gerne zu brainstorming bereit.

margarete
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keas


France
21 Beiträge

Erstellt  am: 02.02.2008 :  18:46:34   Profil anzeigen  Autor eine Email senden  Besuche keas's Homepage  Antwort mit Zitat
Tagchen allerseits, mal wieder im KC.

Zu Beginn hatte ich, bei Ausstellungen, meinen Bildern ausführliche Erklärungen beigehängt über das „Wie-gemacht“ und „Warum-so“. Das hat zwar interessiert, aber erst nach der Wertung „mag-ich“ oder „mag ich nicht“.
Das Problem „Akzeptanz“ sehe ich nur beim traditionellen Kunsthandel, leider, denn der ist der Schlüssel, der der Pixelkunst zum Durchbruch verhelfen könnte, mal abgesehen von den seltenen Mäzänen.
„L’art pour l’art“ kann man nicht essen und daher finde ich Neo’s „subtilen Gedanken“, digitale Bildkunst von den Wänden abzuhängen und z.B. als flimmerndes Beiwerk zu Veranstaltungen zu entwerten, garnicht hilfreich. Ich möchte die ungeteilte Aufmerksamkeit des Betrachters und zwar solange, wie es ihm gefällt und nicht nur solange, wie es vorbeiflimmert. Webismus ist mir zu oberflächlich und für mich so „cool“ wie Werbung. Ausserdem ist in Neo’s Beitrag ein innerer Widerspruch: beklagt er zunächst, wie wenige mit dem PC umgehen können, propagiert er dann „internetbasierte Darstellung“.
So wird da nichts von…
Ich würde gerne mehr über die Antworten erfahren, von denen „grille“ in ihrem Beitrag spricht.
KEAS
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Sylvus


Germany
266 Beiträge

Erstellt  am: 04.02.2008 :  16:50:19   Profil anzeigen  Autor eine Email senden  Besuche Sylvus's Homepage  Antwort mit Zitat
Naja, mittlerweile ist ein PC im Wohnzimmer nicht mehr ausgeschlossen

als Media Center getarnt, verrichtet er seine Dienste klaglos, und über die Fernbedienung kann man prima zappen (ich gesteh es gerne, auch ich hab so eine Lösung. Wie war das nochmal auf der Liste meiner geplanten Anschaffungen? Ein Beamer ts ts)

Wir verändern unsere Sehgewohnheiten, das ist wohl ein schleichender Prozeß, keas. - Die hinterleuchteten, starkfarbenen und dank des Compi's nahezu perfekten Bilder reißen die einen - die es sehen können - in ihren Bann, und dank des ebenso computerisierten Marketings werden unsere Blicke immer besser gelenkt - auf Sex (für Männer), auf die Sahneschale (für Frauen), auf den Comic mit dem kleinen Helden (für das Söhnchen) oder die Prinzessin (für die kleine ebensolche).

Hm. - und fast jede Werbung wird durch eine Internetadresse ergänzt, bald wird ein Klick genügen und Du bist schon dort. - Das ist bald perfide, wie diejenigen die es *sehen* dahin gelenkt werden und sich natürlich daran gewöhnen, neue Maßstäbe bilden, nach dem Neuesten springen, es ist eine Art süchtiges Verhalten

Ich nenne es mittlerweile, angeschrieen werden. - Kauf mich doch. - Willst du nicht glücklich sein?

und die anderen, sehen es nicht einmal. - Gerade ältere, oder im Leben arbeitende Menschen, gewöhnen sich eben nicht an digitale Gaukelei, und fallen - in vieler Verständnis zurück. Wir haben immer mehr eine Zweiklassengesellschaft - die die 'drin sind' - und die nicht. Und man redet über andere Dinge, entfernt sich immer mehr voneinander

Ja, das ist ein subtiler Prozeß, keas. - Ich wie Du - alle 'Digitalen' - sind sich nie sicher, die neueste Information, die letzte Software, das letzte Bekenntnis abonniert zu haben, auf dem laufenden zu sein. - Man ist jederzeit gewiß daß einer kommen kann, und sagt: "Das, was Du machst? Ist doch alter Hut" und sich unwillkürlich zu ducken.

Nein. Nicht ducken. - Bleibendes, Digitales schaffen wäre mein Anspruch. - Das Medium gibt, durch die Speichermöglichkeit doch genau das her. - Vorgaben zu machen. Aussagen zu treffen ist das eigentliche Ding. - Vielleicht, sowas wie die 'Letzten Bilder' zu einem Thema.

Das, was dazu zu sagen ist, möchte ich darstellen

Sylvus
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Raventhird



12 Beiträge

Erstellt  am: 03.05.2008 :  11:03:53   Profil anzeigen  Autor eine Email senden  Besuche Raventhird's Homepage  Antwort mit Zitat
Für mich ist der Computer schlicht und einfach ein Werkzeug, um Kunst zu erschaffen. Ich für mich persönlich unterscheide nicht zwischen digitaler und sonstiger Kunst, denn die Grenze ist einfach nicht zu ziehen. Was ist, wenn ich ein Bild male, es abphotographiere und digital daran weiterarbeite? Wo sind da die Trennlinien? Ist digitale Photographie digitale Kunst? Fragen, die nicht zu beantworten sind und meiner Meinung nach auch gar nicht gestellt werden sollten, weil genau das eben die Leute zu der Auffassung bringt, dass "digitale Kunst" etwas minderwertiges sein könnte.
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fluuu


Deutschland
26 Beiträge

Erstellt  am: 17.05.2008 :  22:14:54   Profil anzeigen  Autor eine Email senden  Besuche fluuu's Homepage  Antwort mit Zitat
...genau, der Computer ist ein Werkzeug, genauso wie die Kamera, der Pinsel, Meißel, Stift o.ä. mit Hilfe all dieser Dinge lässt sich kreativ/schöpferisch Arbeiten und interessante Sachen Kreieren. Jedoch das Entscheidende sind die Sinne, das menschliche Denkvermögen und das Gespür um etwas Auszudrücken egal in welchem Genre.
Da stimme ich zu, der schöpferische Prozess ist in der Kunst überall der Selbe, da macht auch die digitale Kunst keine Ausnahme. Allerdings ist sie neu und es gibt viele die sie als Mode, Trend und Mainstream zum oberflächlichen Spielen benutzen oder ausschließlich kommerziell Verwenden, da tut sich die bildende Kunst schwer sie als besonderen Wert in der Welt der Gestaltung anzuerkennen...

gruß fluuu
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grille


Deutschland
139 Beiträge

Erstellt  am: 18.05.2008 :  08:58:59   Profil anzeigen  Autor eine Email senden  Besuche grille's Homepage  Antwort mit Zitat
(fast) alles *neue* wird erst mal argwöhnisch beäugt - denn es könnte ja veränderungen initiieren und veränderungen sind nicht immer - nun ja: erwünscht ... *ggg*

mit veränderungen ist das so eine sache: vieles, das sich rasch etabliert hat, hat sich mehr oder schnell als nicht gut bis verhängnisvoll erwiesen - andere m.E. dringend notwendige (d.h.: die not wendende) veränderungen werden kaum oder nicht vollzogen.

freilich ist der compi ein werkzeug wie unzählige andere auch. jedoch sollte kunst nicht nur auf ein einziges werkzeug, eine einzige ausdrucksform beschränkt. sein. kunst ist eine lebensform, die sich beispielsweise via compi manifestiert. künstler - wenn sie den inneren sinn begriffen (ist was anderes als verstanden!) haben, sind prädestiniert für so manches, das der angepaßte, meist verkopfte betrachter/zuhörer gerne von sich schiebt.

in bezug auf unser werkzeug computer dämmert mir gerade einiges, aber ich bekomme es noch nicht ganz so in worte gefaßt. es hat mit der leichtigkeit des entstehens zu tun, die es ab und an tatsächlich gibt. solche leichtigkeit wünschen sich doch alle menschen im leben, wo immer sie auch sind. auch eine solche leichtigkeit ist eine lebensform, die wohl mit der qualität des empfindens und denkens zusammenhängt ... (hier könnte ein schlüssel sein für so manche projektion von betrachterseite).

margarete
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